Discgolf Club Achalm

DGCA - eine Gruppe des SAV Eningen u.A.

Artikel, Berichte, Ankündigungen

TNC Augenzeuge

"Spotter mit Migrationshintergrund"

Ein Augenzeugen Bericht von Marco R. aus R.

Vom 09. bis 11. September 2016 fand auf der Eninger Weide in Eningen unter Achalm der 3. Thrownatur Cup statt. Austragungsort war wie immer das beliebte Wanderheim des Schwäbischen Albvereins, Ortsgruppe Eningen unter Achalm, das die ideale Kombination aus Schlafen, Essen und Trinken bot – und dies alles direkt am Kurs. Unter der Leitung von Turnierdirektor Markus Mossig und Co-TD Sven Kurio wurden 4 x 18 Bahnen auf dem gewohnten Wald- und Wiesengelände der Eninger Weide gespielt.

Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr auf. Das neue Kurslayout wurde von den Spielern zwar als anspruchsvoll, aber durchaus fair bezeichnet.

Bereits im Vorfeld wurden die Teilnehmer auf facebook häppchenweise über die Änderungen informiert und mit aktuellen Bahntafeln versorgt, um die Vorfreude zu steigern. Die Bahntafeln inklusive Kursplan wurden grafisch schön aufbereitet und ausgedruckt in Form eines sog. „Caddy Book“ zusammen mit einer Erinnerungsscheibe als Players Package bei der Anmeldung überreicht. Dieses wurde von den meisten auch als besonders nützlich empfunden, enthielt es neben dem Zeitplan, auch noch mal alle weiteren wichtigen Informationen rund um das Turnier.

Der Kurs zeigte sich bereits freitags bestens präpariert und durch die Mäharbeiten des Jungbauern auf der Futterwiese am Samstagvormittag konnte das Turnier bei optimalen äußeren Bedingungen ausgetragen werden.

Mit dem neuen Kursdesign am besten zurecht kam am Ende Dennis Possen von den Scheibensuchern Rüsselsheim, der mit einem beeindruckenden Start-Ziel-Sieg das Turnier in der Open Division für sich entscheiden konnte. Favorit und EM-Teilnehmer Marian Ludwig aus Hof musste sich am Ende mit 9 Würfen Rückstand mit Platz zwei zufrieden geben und sich diesen mit Franz-Josef Hemmer aus Pirmasens teilen.

Ebenfalls einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg konnte Alexander Müller von der Scheibenguerilla aus Schwabmünchen verbuchen. Er dominierte von Anfang an die Masters Division und konnte das Ding am Ende mit beeindruckenden 15 Würfen Vorsprung „nach Hause schaukeln“. Zweiter wurde dank zweier starker Runden am Sonntag Michael Lüders aus Isny im Allgäu vor Lokalmatador, Overhead-Spezialist und Vorjahressieger Ralf Schlotterbeck vom Discgolfclub Achalm, der seinen Heimvorteil diesmal nicht ganz ausspielen konnte.

Bei den Damen konnte sich am Ende Nora Wrobel von den Scheibensuchern Rüsselsheim mit 6 Würfen Vorsprung vor Katrin Freyberg von den Hyzernauts Potsdam durchsetzen. Dritte wurde Lokalmatadorin Anja Kurio vom Discgolfclub Achalm.

Die Grandmasters Division konnte vom stets zu einigen Späßen aufgelegten Martin Fohlert aus Ulm erfolgreich für sich entschieden werden. Zweiter mit 9 Würfen Rückstand wurde Werner Riebesel von der Scheibenguerilla Schwabmünchen, vor Rudolf Haag aus München, der damit auch die Senior Grandmasters Division gewann.

Einen ungefährdeten Sieg mit 15 Würfen Vorsprung konnte Henrik Streit aus Erlangen vom DG Club Kellenhusen bei den Juniors nach Hause fahren. Zweiter und Dritter wurden die beiden einheimischen Junioren Kevin Suhm und Noah Schlotterbeck vom Discgolfclub Achalm.

Gleich drei Spieler konnten den Ace-Pool knacken! Julian Zopf und Jonas Lehmann an Bahn 7 und Andreas Kölbl an Bahn 6.

Besondere Erwähnung muss an dieser Stelle noch einmal der enorme Aufwand finden, den das gesamte Team des Discgolf Club Achalm für dieses Turnier betrieben hat. Vor allem die aufwändige Bahnenmarkierung, die vielen Fähnchen und die 10m-Kreise rund um die Körbe waren vorbildlich. Eine ausreichende Zahl an Spottern sorgte darüber hinaus für einen reibungslosen Turnierverlauf. A propos Spotter: Hier konnten Menschen diese faszinierende Sportart von Helferseite aus kennen lernen, die als Flüchtlinge in unser Land gekommen sind. Sozusagen Spotter mit Migrationshintergrund. Das kann man getrost als gelebte Integration mit Hilfe von Sport und Vereinsleben bezeichnen. Bravo, weiter so…!


Abschließend kann man sagen, dass der 3. Thrownatur Cup eine mehr als gelungene Generalprobe für die nächsten Deutschen Meisterschaften 2017 war. Ein Datum, was man sich bereits jetzt im Discgolf Kalender rot markieren sollte.



Infos zum Autor

Geschrieben von Marco Rühl (Scheibensucher Rüsselsheim) am 19.09.2016 für den DGCA.

Bahnbeschreibung

  • Bahn 01

    Die TNC Bahn 1 ist eine Abwandlung der originalen Bahn 2. Das Tee wurde ca. 8 Meter nach hinten verlegt. Der Grund ist aber nicht der, dass wir die Bahn einfach nur länger machen wollten (da sind 8m eher witzlos), sondern um der Bahn einen anderen Verlauf zu geben. Wenn man sich bei der Originalbahn nur Gedanken um den richtigen Anstellwinkel der Scheibe und das richtige Passieren des Mandos machen musste, hat man hier nun andere Dinge die der Aufmerksamkeit bedürfen.

    Links vom originalen Abwurf ist eine OB Zone die durch einen Zaun definiert ist. Wer seine Scheibe hier rein wirft, spielt die normale OB-Regelung, oder geht alternativ mit einem Strafwurf zur Dropzone. Landet die Scheibe in der Klärgrube, ist die Scheibe verloren und darf nicht wieder geholt werden. Das Mando der normalen Bahn 2 ist für den TNC nicht existent und braucht nicht beachtet werden.

    Bahn 02

    Die Bahn 2 ist die Originalbahn 3. Es gibt hier keine Veränderungen an der Bahn. Der Korb steht auf einem etwa 1 Meter hohen Hügel der in alle Richtungen abschüssig ist. Für RHBH (Right Hand BackHand) ist ein schön langgezogener Anhyzer der Schlüssel zum Erfolg. Die Leftis können sich hier Flexshot versuchen.

    Sollten hier Pfützen sein, sind diese als Casual Water zu bewerten.
  • Bahn 3

    Die Bahn 3 kennen viele als 3B von anderen Turnieren. Ich nenne die Bahn gerne mal Wolf im Schafspelz, da sie deutlich einfacher aussieht als die meisten sie letztendlich in Erinnerung behalten werden. Das OB auf der linken Seite hat primär eine Schutzfunktion, um die Fußgänger und die Fahrzeug zu schützen. Aber ich gebe auch zu, das OB hat auch einen netten psychologischen Effekt und ist gepaart mit den ausladenden Ästen auf der rechten Seite eine doch sehr knifflige Sache.

    Aber mal ganz ehrlich…. Da wirft man einfach nen Putter gerade aus vor und sichert sich das Birdie ;-)

    Bahn 4

    Die Bahn 4 gehört zu den Neuentwicklungen und wurde bisher lediglich bei der Safari 2016 gespielt. Für LHBH ist es ein stinknormaler Hyzer und für RHBH ist die Bahn mit einem gut angesetzten und platzierten Anhyzer gut zu schaffen. Für die Spieler die beides nicht ganz so gut im Griff haben, gebe ich den Tipp: Schaut genau hin wo die Scheibe landet, denn ist die Scheibe einmal weg vom Fairway, zeigt die Bahn ihr Krallen und PAR wird zu einer echten Herausforderung!

    Die Bahnen 3 und 4 werden am 23.08.2016 irgendwann nach Mitternacht veröffentlicht. Bleib neugierig

  • Bahn 5

    Die Bahn 5 ist abgeleitet von der originalen Bahn 4, nur das wir sie um gute 35 Meter verlängert haben und das es kein Mando gibt. Durch die Verlängerung wird sie zu einer leichten PAR 4 mit der Chance auf einen Eagle, wenn man als Rechtshänder einen perfekten Vorhand-Flexshot drauf hat.

    Bahn 6

    Die Bahn 6 kennen bereits auch schon viele, und gehört bei einigen schon zu den Pflicht-Birdie-Bahnen. An der Bahn selbst haben wir keine Veränderungen vorgenommen. Einzig was es beim TNC zu beachten gibt, wer zu weit wirft bekommt eins oben drauf :) Nein nicht auf den Kopf, sondern auf den Score. 5 Meter unterhalb vom Korb ist eine kleine OB-Zone, auf die man auch beim Putten achten sollte. Wer die Bahn noch nicht kennt, dem sei gesagt, ab den Bäumen geht es bergab und der Boden verleitet gerne zum Skippen der Scheibe.

    Die Bahnen 5 und 6 werden am 24.08.2016 irgendwann nach Mitternacht veröffentlicht. Bleib neugierig

  • Bahn 7

    Die Bahn 7 ist auch keine Unbekannte. Es gibt trotz dass die Bahn nur 55m lang ist drei Routen, ist also für jeden was dabei. Ab der Hälfte geht’s leicht bergab was die Scheiben gut Skippen lässt.

    Bahn 8

    Die Bahn 8 hat es echt in sich! Sie ist die Kombination aus der regulären Bahn 7 und Bahn 8. Manche kennen sie von der Safari 2016, aber dann auch nur in der einfachen Version. Der TNC Version wurde noch ein künstliches Wasser-OB ca. 12 Meter vor dem Korb spendiert. Der Teich misst 8x12 Meter und besteht aus einer blauen Plane. Scheiben die in diesem Teich landen, sind für diese Bahn in dieser Runde verloren, können aber direkt nach Beendigung der Bahn von der Plane geholt werden. Ansonsten gibt es noch ein OB welches die Bahn 10 abgrenzt. An allen OBs gilt die normale OB Regel. Das OB von Bahn 6 gilt hier übrigens nicht.

    Die Bahnen 7 und 8 werden am 25.08.2016 irgendwann nach Mitternacht veröffentlicht. Bleib neugierig

  • Bahn 9

    Bahn 09 ist auch bei der Safari 2016 entstanden, wurde jedoch für den TNC noch etwas optimiert. Sie ist nun deutlich schwerer, aber mit der DZ auch wieder Fairer. Sollte der erste Wurf die Insel verfehlen, gibt es einen Strafwurf auf den Weg zur Dropzone. Trifft man von der Dropzone die Insel ebenfalls nicht, wird von der Dropzone aus so lange geworfen, bis die Scheibe in der Insel zur Ruhe kommt. Für Würfe von der Dropzone gibt es keine Strafwürfe.

    Liegt die Scheibe einmal in der Insel, wird von da aus weiter gespielt und alles außerhalb der Insel ist OB und wird dann nach der normalen OB Regelung gespielt, inkl Strafwürfen für jeden Wurf ins OB.

    Bahn 10

    Die Bahn 10 wurde bereits beim letzten TNC gespielt und hat sich auch nicht verändert. Rechts vom Fairway ist ein großes OB das die Bahn 08 schützt. Hier gilt die normale OB Regelung.

    Die Bahnen 9 und 10 werden am 26.08.2016 irgendwann nach Mitternacht veröffentlicht. Bleib neugierig

  • Bahn 11

    Die Bahn 11 ist ein Traum für RHBH Spieler …. naja bis man feststellt, dass die Scheibe in Schlehenbüschen hängt, dann wird der Traum nämlich zum Albtraum. Die Schlehen sollten unbedingt gemieden werden! Sollte eine Scheibe unspielbar in den Schlehen hängen, darf der Spieler hier straffrei Relief nehmen.

    Bahn 12

    Bahn 12, oder wie wir sie nenne: Die Allee des Grauens! Sie sieht nicht schwer aus, ist aber die Mutter vom Bösen persönlich. Hier beißt Du dir die Zähne aus und das ohne zusätzliche Erschwernissen, außer die Natur selbst.

    Die Bahnen 11 und 12 werden am 27.08.2016 irgendwann nach Mitternacht veröffentlicht. Bleib neugierig

  • Bahn 13

    Bahn 13 ist so einfach wie sie aussieht, da kann man auch mal ganz easy einen Putter vor werfen. Endlich mal wieder ein Bahn zum Entspannen.

    Bahn 14

    Die Bahn 14 ist gleich wie im originalen wo ein PAR auch schon recht anspruchsvoll ist, hier bedarf es einfach keiner Änderung :)

    Die Bahnen 13 und 14 werden am 28.08.2016 irgendwann nach Mitternacht veröffentlicht. Bleib neugierig

  • Bahn 15

    Bahn 15 steht für riesen Fairway und es ist eigentlich egal wo die Scheibe landet, zum Korb ist es nicht mehr weit(gefehlt) denn beim TC ist so manches anders. Wir haben den Fairway etwas angepasst und haben links und rechts OB’s gebaut. Im Prinzip ist alles was Wiese ist OB, außer das kleine Stück zwischen den Fähnchen und Schnüren.

    Aber es gibt auch eine gute Nachricht! Die Straßen sind nicht mehr OB! Jedoch sollten die Spieler deren Scheibe auf der Straße liegen, vor den anderen Spielen um die Straße wieder frei zu machen. Für die Wiesen gelten die normalen OB-Regeln.

    Bahn 16

    Ca. 40m nach dem Tee kommt auf der rechten Seite ein Mando-Mast der links umspielt werden muss. Die Mando-Linie verläuft entlang der Straße Richtung Tee. Wer das Mando verfehlt, geht mit einem Strafwurf zur Dropzone und spielt hier ganz normal weiter. Vorsehen sollte man sich jedoch vor dem OB. Wer hier rein wirft kassiert jeweils einen Strafwurf und wird seine Scheibe nur unter schweren Bedingungen wiederholen können. Mit 175m, einem Mando und einem OB gehört sie zu den längsten und schwersten Bahnen auf dem Parcour.

    Wichtig: Dort ist ein Spotter geplant, sollte keiner da sein, ist es die Pflicht des Flights einen Spotter an das Mando zu stellen. Dem Urteil des Spotters ist Folge zu leisten! Der Spotter hat die Aufgabe zu schauen ob das Mando bei hohen Würfen tatsächlich richtig passiert wurde, und um zu schauen wo die Scheibe evtl. im OB landet.

    Die Bahnen 15 und 16 werden am 29.08.2016 irgendwann nach Mitternacht veröffentlicht. Bleib neugierig

  • Bahn 17

    Bahn 17 ist nochmal für die Technik-Junkies. 40m nach dem Tee kommt ein ca 8m hohes Triple-Mando. Links vorbei, rechts vorbei, oder über das Netz ist gar nicht gut! Wer das hin bekommt, geht mit einem Strafwurf zur Dropzone. Von der Dropzone wird dann so lange geworfen, bis das Mando richtig passiert wurde. Von der Dropzone gibt es keine Strafwürfe mehr.

    Wer ins Netz wirft, hat sofern die Scheibe vor dem Mando zur Ruhe kommt, oder richtig durchs Mando rollt nochmal Glück gehabt. Aber die meisten werden eh den richtigen Weg nehmen und durch das Mando werfen, geradeaus zum Korb der regulären Bahn 1.

    Bahn 18

    Die Bahn 18 kennt man auch bereits von der Safari 2016. Das Tee von der original 17 wurde verlegt, der Korb bleibt jedoch. Der Weg zum Korb sollte somit klar sein. Wer in die Grillstelle wirf, darf straffrei „ in the line of play“ hinter die Grillstelle. Wer ins straffreie OB links vom Tee wirft, holt seine Scheibe und wirft wie der Name schon sagt, straffrei von der Stelle ab, wo die Scheibe ins OB geflogen ist.

    Auf der rechten Seite gibt es noch das Klärgruben-OB, wenn die Scheibe innerhalb des Zauns landet, gilt die normale OB-Regelung, oder alternativ geht’s zurück zum Tee inkl. einem Strafwurf. Scheiben in der Klärgrube dürfen nicht wiedergeholt werden.

    Die Bahnen 17 und 18 werden am 30.08.2016 irgendwann nach Mitternacht veröffentlicht. Bleib neugierig


Tags: Eninger Weide, Turnier, DGCA, Cup, Thrownatur, GT-B


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